Hühnerfrikassee ist ein klassisches Gericht der deutschen Küche, das sich durch seinen milden Geschmack und seine zart-cremige Konsistenz auszeichnet. Es vereint zartes Hähnchenfleisch mit einer schmackhaften, leicht säuerlichen Sauce, die durch Creme fraiche abgerundet wird. Das Gericht wird oft mit frischem Gemüse wie Karotten, Erbsen und Champignons zubereitet, was für eine ausgewogene Kombination von Aromen sorgt. Hühnerfrikassee ist nicht nur ein beliebtes Familienessen, sondern eignet sich auch hervorragend als festliches Hauptgericht, da es sich gut vorbereiten lässt und sowohl einfach als auch raffiniert wirkt.

Das Hühnerfrikassee hat seine Wurzeln in der französischen Küche. Der Begriff „Frikassee“ leitet sich vom französischen Wort „fricassée“ ab, was so viel wie „gebraten“ oder „geschnitten“ bedeutet. In Frankreich wurde diese Art der Zubereitung im 17. Jahrhundert populär und fand bald ihren Weg in die deutsche Küche.
Die deutsche Variante des Hühnerfrikassees unterscheidet sich jedoch leicht von der französischen Version. Während in Frankreich oft Kalbfleisch verwendet wird, ist die deutsche Variante durch die Verwendung von Hühnerfleisch und eine leichte Einbrenn geprägt.
Es entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem festen Bestandteil der deutschen Hausmannskost und gilt als klassisches Sonntagsgericht.
Warum du Hühnerfrikassee lieben wirst
Hühnerfrikassee überzeugt durch seine ausgewogene Kombination aus zarten Hühnerfleischstücken, frischem Gemüse und einer cremigen, leicht säuerlichen Sauce.
- Die Milde des Hühnerfleisches harmoniert perfekt mit dem frischen Aroma von Karotten und Champignons, während die Erbsen dem Gericht eine leicht süße Note verleihen.
- Die Crème fraîche bringt eine angenehme Säure und Frische in die Sauce, die das Gericht nicht zu schwer macht, sondern ihm eine gewisse Leichtigkeit verleiht.
- Gleichzeitig sorgt die Einbrenn dafür, dass die Sauce angenehm dickflüssig und cremig ist, ohne dabei zu sättigend zu wirken.
Dieses Gericht ist nicht nur sättigend, sondern auch leicht und erfrischend, wodurch es sowohl im Winter als auch im Sommer hervorragend schmeckt.
Passende Beilagen für Hühnerfrikassee
Reis
Die klassische Beilage zum Hühnerfrikassee ist Reis. Der neutrale Geschmack des Reises ergänzt die cremige Sauce des Frikassees perfekt und nimmt sie gut auf. Der Reis sorgt dafür, dass das Gericht ausgewogen und sättigend ist, ohne zu schwer zu wirken.
Kartoffel
Hühnerfrikassee kann auch hervorragend mit Salzkartoffeln serviert werden. Die Kartoffeln nehmen die Sauce gut auf und fügen eine leichte Erdigkeit hinzu, die gut mit den frischen Gemüsenoten harmoniert.
Brot
Für ein rustikaleres Essen kann Hühnerfrikassee auch mit frischem, knusprigem Brot serviert werden. Das Brot kann in die Sauce getunkt werden und sorgt für eine sättigende, aber nicht zu schwere Mahlzeit.

Variationen für Hühnerfrikassee
Vegetarisches Frikassee – Anstelle von Hähnchen kann man für eine vegetarische Variante Tofu oder Seitan verwenden. Die restlichen Zutaten und die Zubereitung bleiben gleich, wodurch das Gericht seine klassische Note behält, aber fleischlos wird.
Hühnerfrikassee mit Weißwein – Wer es etwas raffinierter mag, kann dem Frikassee einen Schuss Weißwein hinzufügen. Der Wein sorgt für eine leicht säuerliche und komplexere Note, die das Gericht gehaltvoller macht.
Exotisches Hühnerfrikassee – Durch die Zugabe von Kokosmilch und etwas Curry wird aus dem klassischen Frikassee ein exotisches Gericht. Die Süße der Kokosmilch und die Schärfe des Currys verleihen dem Essen eine spannende und unerwartete Wendung.

Wenn das Frikassee zu dick wird, einfach etwas mehr Brühe hinzufügen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.
Die wichtigsten Zutaten für Hühnerfrikassee

Hähnchenbrustfilets
Die Hähnchenbrust ist mager und zart und wird beim Kochen besonders weich, was dem Frikassee seine typische Konsistenz verleiht. Das Fleisch nimmt die Sauce gut auf und bleibt dennoch saftig.
Champignons
Champignons bringen einen erdigen Geschmack ins Frikassee und sorgen für eine schöne Textur. Sie nehmen die cremige Sauce gut auf und sind ein unverzichtbarer Bestandteil.
Karotten
Karotten sorgen im Frikassee für eine leicht süßliche und frische Note. Sie liefern nicht nur Farbe, sondern auch eine leichte Knackigkeit, die das Gericht belebt.

Crème fraîche
Die Crème fraîche sorgt für eine angenehme Säure in der Sauce und verleiht ihr gleichzeitig eine cremige Konsistenz. Sie verhindert, dass das Frikassee zu schwer wird.

Erbsen
Die süßen, zarten Erbsen bringen eine zusätzliche Frische und einen Farbkontrast in das Frikassee. Sie fügen auch eine weiche Textur hinzu, die gut mit den restlichen Zutaten harmoniert.
Mehl und Butter (für die Einbrenn)
Diese beiden Zutaten binden die Sauce und sorgen dafür, dass sie die richtige Konsistenz bekommt. Die Butter gibt außerdem eine feine, leicht nussige Note.
Hühnerfrikassee Schritt für Schritt
1. Die Hähnchenbrustfilets in Salzwasser mit einem Lorbeerblatt etwa 15–20 Minuten kochen. Anschließend das Fleisch herausnehmen, abkühlen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden.


2. Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Beides in der Hühnerbrühe etwa 10 Minuten garen, dann die Erbsen hinzufügen und weitere 5 Minuten mitkochen.
3. In einem separaten Topf die Butter schmelzen, das Mehl einrühren und unter ständigem Rühren eine Mehlschwitze herstellen. Diese mit der Hühnerbrühe ablöschen und glattrühren, bis eine cremige Sauce entsteht.


4. Die Sauce bei niedriger Hitze weiter köcheln lassen und dann die Crème fraîche unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
5. Das Hähnchenfleisch zusammen mit dem Gemüse in die Sauce geben und alles gut vermengen. Noch einmal kurz aufkochen und servieren.
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Hühnerfrikassee
Zutaten
- 500 g Hähnchenbrustfilet
- 2 Karotten
- 200 g Champignons
- 100 g Erbsen frisch oder tiefgekühlt
- 200 ml Hühnerbrühe
- 200 g Crème fraîche
- 2 EL Butter
- 2 EL Mehl
- Salz Pfeffer
- 1 Lorbeerblatt
- 1 Prise Muskatnuss
Anleitung
- Die Hähnchenbrustfilets in Salzwasser mit einem Lorbeerblatt etwa 15–20 Minuten kochen. Anschließend das Fleisch herausnehmen, abkühlen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Beides in der Hühnerbrühe etwa 10 Minuten garen, dann die Erbsen hinzufügen und weitere 5 Minuten mitkochen.

- In einem separaten Topf die Butter schmelzen, das Mehl einrühren und unter ständigem Rühren eine Einbrenn herstellen. Diese mit der Hühnerbrühe ablöschen und glattrühren, bis eine cremige Sauce entsteht.
- Die Sauce bei niedriger Hitze weiter köcheln lassen und dann die Crème fraîche unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

- Das Hähnchenfleisch zusammen mit dem Gemüse in die Sauce geben und alles gut vermengen. Noch einmal kurz aufkochen und servieren.
