Rehragout ist ein Klassiker der Wildküche, der in der kalten Jahreszeit besonders geschätzt wird. Dieses Gericht besticht durch sein zartes Fleisch und die harmonische Kombination aus herzhaften und fruchtigen Aromen.

Rehragout mit Serviettenknödeln

Die verschiedenen Gewürze und Beilagen sorgen für ein rundes Geschmackserlebnis, das nicht nur Wildliebhaber begeistert. Mit hochwertigen Zutaten und etwas Geduld gelingt dieses Ragout als perfektes Schmorgericht, das durch seine kräftigen Aromen Wärme und Genuss in die Küche bringt.

Das folgende Rezept bietet eine traditionelle Zubereitung mit Gemüse, Speck und einer süßen Note durch Preiselbeeren.

Herkunft des Gerichts

Rehragout gehört zu den traditionsreichen Gerichten der alpenländischen und mitteleuropäischen Küche. Besonders in Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz hat das Gericht eine lange Tradition und wird zur Jagdsaison häufig serviert.

Da Rehe in den Wäldern dieser Regionen heimisch sind, war das Fleisch schon früher eine wertvolle und regional verfügbare Zutat. Das Ragout wurde oft mit Zutaten der Saison wie Karotten, Lauch oder Pastinaken zubereitet und erhielt durch Gewürze und Rotwein einen unverwechselbaren Geschmack.

Die Zubereitung von Rehragout ist in bäuerlichen und adeligen Kreisen gleichermaßen verankert und gilt als festliches Gericht, das bei besonderen Anlässen auf den Tisch kommt.

Warum du Rehragout lieben wirst

Rehragout überzeugt durch seine Kombination aus kräftigen und fein abgestimmten Aromen.

  • Das zarte, leicht herbe Rehfleisch wird durch die Zugabe von Wildgewürzen und Speck aromatisch verstärkt und erhält so einen intensiven Geschmack.
  • Rotwein und Preiselbeeren sorgen für eine ausgewogene Balance zwischen herzhaft und fruchtig, während das Wurzelgemüse wie Karotten und Pastinake dem Gericht eine süßliche, erdige Note verleiht.
  • Das Zusammenspiel von Salz, Pfeffer und Wildgewürzen verleiht dem Ragout eine harmonische Würze, die das Aroma des Wildfleisches hervorhebt, ohne es zu überdecken.

Rehragout ist somit ein wahres Fest für den Gaumen und bringt die Essenz der Wildküche auf den Teller.

Ruhen lassen
Das Ragout kann einen Tag vor dem Servieren zubereitet werden, da es durch längeres Ziehen intensiver im Geschmack wird.

Passende Beilagen für Rehragout

Serviettenknödel
Serviettenknödel passen hervorragend zu Rehragout, da ihre feine, weiche Konsistenz die Soße optimal aufnimmt und den kräftigen Geschmack des Ragouts harmonisch ergänzt.

Kartoffelgratin
Ein knuspriges Kartoffelgratin bildet eine ideale Beilage, da die cremige Textur der Kartoffeln gut mit dem intensiven Aroma des Wildragouts harmoniert und für eine geschmackliche Abwechslung sorgt.

Spätzle
Spätzle sind eine klassische, herzhafte Beilage, die besonders in der alpenländischen Küche verbreitet ist und hervorragend zu der reichhaltigen Soße des Rehragouts passt.

Die wichtigsten Zutaten für Rehragout

Rehfleisch
Hochwertiges Rehfleisch, typischerweise Schulter oder Keule, in kleine Stücke geschnitten eignet sich am besten für das Rehragout.

Speck
Speck kann dem Rehragout eine würzige Note verleihen und zur Tiefe des Geschmacks beitragen. Typischerweise wird der Speck zu Beginn des Kochvorgangs angebraten, um sein Aroma freizusetzen und dann zusammen mit anderen Zutaten wie Zwiebeln und Knoblauch weiter zu kochen.

Wurzelgemüse
Karotten, Sellerie und Pastinaken in Würfel geschnitten, um dem Ragout eine herzhafte Note zu verleihen.

Rotwein
Ein kräftiger Rotwein, der dem Ragout Tiefe verleiht. Ersatzweise kann man aber auch eine Rinds- oder Gemüsesuppe verwenden.

Rehragout Schritt für Schritt

1. Rehfleisch und Speck in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl scharf anbraten, sodass eine Kruste entsteht.

2. Erst wenn das Fleisch von beiden Seiten angebraten ist, wird mit Salz, Pfeffer und Wildgewürz kräftig abgeschmeckt. Lauch, Apfel, Tomate und Wurzelgemüse grob schneiden und in die Bratpfanne geben.

3. Angebratenes Fleisch mit Rotwein (oder Suppe) ablöschen und ebenfalls in die Bratpfanne geben. Das Ragout wird nun bei 120 Grad für 2 Stunden im Backofen bei Ober- und Unterhitze zugedeckt geschmort.

4. Nach 2 Stunden probiert man am besten ob das Fleisch schon schön zart ist. Wenn nicht, kann lässt man es noch 30 Minuten weiter schmoren.

5. Ansonsten Speck und Fleisch aus der Pfanne nehmen und den Saft mit dem Gemüse mit dem Rührstab fein pürieren. Sauce erhitzen und Preiselbeerkompott einrühren.

6. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, das Rehragout mit Rotwein oder Gemüsesuppe nach Geschmack verdünnen. Fleisch und Speck wieder dazugeben und etwas durchziehen lassen.

Serviettenknödel Stritt für Schritt

1. Milch leicht erwärmen und zusammen mit der geschmolzenen Butter, dem Ei und dem Senf in einer Schüssel verquirlen. Semmelwürfel und geschnittene Brezen dazugeben.

2. Mit Mehl und Semmelbröseln bestreuen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Nun wird alles gut verknetet.

3. Die Masse in zwei Hälften teilen und jeweils mit feuchten Händen zu einem wurstförmigen Knödel formen. Dieser wird nun wie eine Wurst in Frischhaltefolie eingepackt und auf beiden Seiten zugeknotet.

4. Mit der Gabel ein paar Löcher in die Folie und die Knödel in siedendem Wasser 15 bis 20 Minuten gar ziehen lassen. Danach Folie entfernen und Knödel aufschneiden.

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Rehragout mit Serviettenknödeln

Rehragout mit Serviettenknödel

Rehragout ist ein tolles Gericht für Herbst und Winter. Das aromatische Rehfleisch – am besten vom Schlögel oder der Schulter – wird bei niedriger Temperatur ganz zart geschmort.
Gesamtzeit 2 Stunden 20 Minuten
Gericht Hauptgericht
Küche Österreichisch
Portionen 4
Calories 691 kcal

Zutaten
 

Ragout

  • 700 g Rehfleisch z.B. aus der Schulter
  • 100 g Speck
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Stk Apfel säuerlich
  • 2 Stk Karotten
  • 1 Stk Pastinake
  • 100 g Tomatenfleisch
  • 250 ml Rotwein oder Gemüsesuppe
  • 3 EL Wildgewürz
  • 2 EL Preiselbeerkompott
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Serviettenknödel

  • 150 g Semmelwürfel
  • 100 g Laugebrezen in kleine Würfel geschnitten
  • 2 Stk Ei
  • 2 EL Mehl
  • 50 g Semmelbrösel
  • 1 Msp Muskatnuss
  • 100 g Butter
  • 1 TL Senf
  • 200 ml Milch
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Anleitung
 

Ragout

  • Rehfleisch und Speck in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl scharf anbraten, sodass eine Kruste entsteht.
  • Erst wenn das Fleisch von beiden Seiten angebraten ist, wird mit Salz, Pfeffer und Wildgewürz kräftig abgeschmeckt. Lauch, Apfel, Tomate und Wurzelgemüse grob schneiden und in die Bratpfanne geben.
  • Angebratenes Fleisch mit Rotwein (oder Suppe) ablöschen und ebenfalls in die Bratpfanne geben. Das Ragout wird nun bei 120 Grad für 2 Stunden im Backofen bei Ober- und Unterhitze zugedeckt geschmort.
  • Nach 2 Stunden probiert man am besten ob das Fleisch schon schön zart ist. Wenn nicht, kann lässt man es noch 30 Minuten weiter schmoren.
  • Ansonsten Speck und Fleisch aus der Pfanne nehmen und den Saft mit dem Gemüse mit dem Rührstab fein pürieren. Sauce erhitzen und Preiselbeerkompott einrühren.
  • Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, mit Rotwein oder Gemüsesuppe nach Geschmack verdünnen. Fleisch und Speck wieder dazugeben und etwas durchziehen lassen.

Serviettenknödel

  • Milch leicht erwärmen und zusammen mit der geschmolzenen Butter, dem Ei und dem Senf in einer Schüssel verquirlen. Semmelwürfel und geschnittene Brezen dazugeben.
  • Mit Mehl und Semmelbröseln bestreuen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Nun wird alles gut verknetet.
  • Die Masse in zwei Hälften teilen und jeweils mit feuchten Händen zu einem wurstförmigen Knödel formen. Dieser wird nun wie eine Wurst in Frischhaltefolie eingepackt und auf beiden Seiten zugeknotet.
  • Mit der Gabel ein paar Löcher in die Folie und die Knödel in siedendem Wasser 15 bis 20 Minuten gar ziehen lassen. Danach Folie entfernen und Knödel aufschneiden.
Stichworte Karotten, Pastinake, Rotwein, Wild
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Ein Kommentar zu „Rehragout mit Serviettenknödel“

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